Buttiswangen (11. Februar 2012)

Also das Aufstehen an einem Samstag fiel mir auch schon leichter. Ob da die Schifffahrt in Hellbühl Ihren Anteil hatte, lassen wir hier mal im Raum stehen.

Jedenfalls begab ich mich um 12.30 Uhr bereits wieder unter Menschen. Unser Anhänger musste noch in Hellbühl geholt werden. Mit der Air-Force-One flogen wir zum gestrigen Partyareal zurück.

Auf dem Partygelände war schon vieles aufgeräumt worden, da waren die Bienen aber fleissig.

Früh aufstehen sollte belohnt werden, haben wir uns gesagt. So wurde nach getaner Arbeit ein Cordon-Bleu in der Sonne gefuttert. Wenig später tauchte dann auch schon unser Casting-Gast, heute als sibirischer Nasenbär unterwegs, auf und auch unser Maulwurf hat sich wieder an die Erdoberfläche getraut. Spuren vom Freitag waren aber immer noch verdammt gut zu erkennen.

Nach einem Bierchen musste schon das erste Mal gewaschen werden. Gegen 15.30 Uhr verschoben wir dann Richtung Bemalungscenter. Tröpfchenweise trudelten die Leute zum Eierfärben ein.

Ein Kind aus den Bergen kam leider so was von spät, dass seine Rübe nicht mehr bemalt werden konnte.

Tja, solltest halt mal früher ins Bett und nicht noch immer was anzetteln wenn du schon fast am Einschlafen bist Cool.

Präsi und Tampi wurden vom Firmeneigenen Privatchauffeur nach Buttisholz transportiert. Grund für diese Fahrt war ein frühes Meeting mit den Festverantwortlichen. Ein weiteres Highlight war unser Carchauffeur, der für diese Fahrt extra von Zürich angereist war. Mit dem Zürcher Nummernschild konnten wir uns Arrogant benehmen, ohne dass sich jemand dabei gestört fühlte. „Das sind halt Zürcher“. Ein paar Vogelfanatiker wurden noch in Nottwil aufgeladen. Gekonnt wiesen Sie den Car mit ihren Kellen auf die Zwischenhaltestelle.

In Holz angekommen hiess es gleich Instrumente fassen und ab an eine Feuertonne. Enteisen war wieder mal angesagt und diese Biese zauberte einem auch nicht ein Lächeln ins Gesicht.

Aber mit einem Mix aus Tee und Obst Brant konnte man gute Miene zum bösen Spiel machen.

Da das Programm dem Zeitplan vorausgeeilt war, kam die Durchsage des Speakers schon sehr überraschend, als er uns auf die Bühne bat. So wurden dann halt die Mitglieder zusammengepflückt und wir marschierten Richtung Monsterbühne. Nach unserem Monsta Monterauftritt durfte sich dann Rolf wieder beim Battle gegen die Altishofer Guggenmusik beweisen. Beim Spiel „Sitz auf einen Laden und triff dein Gegenüber mit einem Ball an einem Brett, welches einen Mechanismus auslöst, wo du auf eine Matte fällst“ hatte er den Kürzeren gezogen. Somit durfte die Gallikertruppe dann in der Kälte noch ein Stück zum Besten geben. Wir zogen uns an die Wärme zurück und genossen im Backstage Bereich  die Verpflegung. 300 Gramm Bami Goreng später erkundeten wir das Festareal. Um 20.00 Uhr stand dann bereits unser zweiter Auftritt auf dem Programm. Dieser fand ebenfalls auf der Monsterbühne statt.

Der benannte Aufritt stand unter dem Zeichen „Etz spelid mer das, wo mer sösch ned so vöu spelid“. Die anwesenden Fans aus Neuenkirch zeigten sich erfreut über die Darbietung. Wer nun aber dachte, dass sei es gewesen, der irrte sich. Um 00.15 Uhr durften wir nochmals in die Hosen steigen.

Tja, in der Zwischenzeit kam halt das übliche. Bestellen, zahlen, anstossen, schlucken, rauchen, reden, flirten, tanzen, feiern, frieren, erwärmen, urinieren, waschen, essen, drehen, bauen, meeten und was man sonst alles noch so macht. Die Stimmung im Zelt um 24.00 Uhr war voll auf dem Höhepunkt. Ideale Zeit also für einen geilen Auftritt. Diesen lieferten wir dann auch ab. Mit der Saisonbestleistung haben wir uns gleich selber dafür belohnt. Jemand tanzte sich während des Auftritts fast um den Verstand. Ich denke nicht, dass das die Freude über das Spiel von Thun vs. Luzern, sondern viel mehr von seinem „Special-Instrument“, war. Unter tosendem Applaus verliessen wir dann die Bühne und waren voller Euphorie. Diese Euphorie war dann auch morgens um 03.00 Uhr auf der Rückfahrt zu spüren.

Ich bin nun ja auch schon ein paar Jahre dabei, aber so eine Afterparty wie im Car habe ich noch selten erlebt. Zudem hatte irgendwie jeder noch was Ultra wichtiges zu sagen, was nur über das Mikrofon zu bewältigen war. Back in New Church verschlug es dann noch eine Handvoll in den Raum.

Kleines Recap zu der Vor-Fasnacht von Nerd&Alvin:

Mit Fu**ing Cool lagen wir leider nur in der Bronx daneben. Da war es noch angenehm warm. Zudem war es für uns unwichtig, was für Wetter herrschte, gewaschen wurde fast überall und in jedem Zustand. Fu**ing Cool war es bis jetzt mit euch. Freuen wir uns auf eine Woche, in der die Gebrüder Normalität und Realität nicht auffindbar sind, Schlaf ein Fremdwort ist, in welcher wir mehr Auftritte als Justin Bieber haben, wo Fürze angepriesen werden wie Witze, wo man aus einer Toilette trinken kann ohne Ausschlag zu kriegen, wo auch Männer mal Wimperntusche auftragen dürfen ohne doof angemacht zu werden, wo die Frauen fast 24 Stunden zu Michel Telo tanzen können, wo Augenringe zur Tagesform gehören  und wo gesellige Menschen zusammen das Glas stemmen als gäbe es kein Morgen danach…….auf die geilste Woche im Jahr.

 

Till Wednesday Guys…

 

Blerim im Februar 12